Erklärvideo
Das finanzielle Blutbild: Was von Ihrer Rente wirklich übrig bleibt
Volle Ordner, aber kein roter Faden? Dieses kurze Video zeigt am „finanziellen Blutbild", wie Sie Ihre Ausgangslage realistisch einordnen — und warum von 6.720 € Bruttorente am Ende oft nur gut 4.000 € übrig bleiben.
Inhalt (4 Abschnitte)
Eine gute Ruhestandsplanung beginnt mit Klarheit über die eigene Ausgangssituation — und genau daran scheitert es in der Praxis am häufigsten. Viele besitzen volle Ordner mit Verträgen und Policen, wissen aber nicht, was das alles später für ihre Rente bedeutet. In diesem kurzen Video (rund 6 Minuten) zeige ich Ihnen am finanziellen Blutbild, wie Sie Ihre Situation realistisch einordnen.
Der Nebel der Finanzen
Über die Jahre sammelt sich einiges an: die Eigentumswohnung, die Lebensversicherung von damals, das Depot, dazu Policen und Kontoauszüge. Alles ist abgeheftet — aber ein wirklicher Plan fehlt. Gerade Menschen über 50 kennen dieses Gefühl: Man hat jahrzehntelang vorgesorgt, doch die Zettelwirtschaft verdeckt die Sicht auf das, was zählt. Es fehlt nicht an Vorsorge — es fehlt an Klarheit.
Erst die Diagnose, dann die Therapie
Um diesen Nebel zu lichten, leihen wir uns einen Grundsatz aus der Medizin: erst die Diagnose, dann die Therapie. Kein Arzt verschreibt eine Behandlung, ohne die Blutwerte zu kennen — genauso unsinnig ist es, den Ruhestand zu planen, ohne die eigenen Finanzwerte genau zu kennen. Das finanzielle Blutbild ist genau diese Diagnose: eine schonungslose, detailgenaue Bestandsaufnahme. Status quo ermitteln, Lücken aufdecken — und erst dann gezielt planen.
Es fehlt den meisten nicht an Vorsorge — es fehlt an Klarheit. Deshalb gilt auch beim Geld der Grundsatz aus der Medizin: erst die ehrliche Diagnose, dann die Therapie. Nur wer ehrlich hinschaut, kann rechtzeitig die Weichen neu stellen.
Meine EssenzBurkard Neidert · RuhestandsplanerFallbeispiel: Herbert und Iris
Herbert (selbstständig) und Iris (angestellt) haben alles zusammengetragen: gesetzliche Rentenansprüche, Mieteinnahmen, Depots, Versicherungen — der klassische bunte Mix. Auf dem Papier stand eine monatliche Bruttorente von 6.720 Euro. Klingt nach gesichertem Ruhestand, oder?
Doch dann beginnt der Realitätscheck — mit zwei unerbittlichen Gegnern:
- Steuern: Der verbreitete Glaube, im Alter zahle man kaum noch Steuern, ist ein Irrtum. Rente, Betriebsrente und Mieteinnahmen sind fast alle steuerpflichtig. Allein dadurch schrumpfen die 6.720 € auf rund 6.000 Euro — über 700 Euro, jeden Monat.
- Inflation: Sie klaut täglich ein Stück Kaufkraft. Schon bei konservativen 2 % Inflation im Jahr sinkt die reale Kaufkraft der 6.000 € auf gerade noch etwa 4.120 Euro.
Unterm Strich sind von der anfänglichen Wohlfühlsumme fast 2.500 Euro verschwunden — aufgefressen von Steuern und Inflation. Das ist die unbequeme, aber ehrliche Realität, die ein finanzielles Blutbild ans Licht bringt.
Klarheit ist der Startschuss — kein Grund zur Panik
So ernüchternd das klingt: Genau hier liegt die Kraft der Analyse. Sobald die echten Zahlen auf dem Tisch liegen, kann man endlich konkret werden:
- Lücken erkennen — die diffuse Angst „Reicht mein Geld?” weicht einer klaren Zahl. Man weiß, wie lange das Kapital wirklich trägt.
- Neu strukturieren — welche Anlagen müssen weg, wo lässt sich optimieren?
- Echte Ruhe finden — keine vage Hoffnung, sondern die Gewissheit, dass der Plan auf der Realität fußt.
Die Ordner im Schrank zu ignorieren, schützt nicht vor der Realität. Das finanzielle Blutbild ist der erste, unverzichtbare Schritt — und der Startpunkt für einen Ruhestand, den Sie mit ruhigem Gewissen planen können.